Hirse – ein sehr altes Spelzgetreide

Hirse – ein sehr altes Spelzgetreide

 

Ob Goldhirse, Rispenhirse, Kolbenhirse oder Teff – all diese Getreidesorten gehören zu dem Sammelbegriff Hirse. Hirse ist ein sehr altes Getreide, das sowohl in Europa, als auch in Afrika und Asien angebaut wurde. In Europa – Hirsebrei war bei den Galliern und den Germanen sehr beliebt – wurde die Hirse im 19. Jahrhundert von Mais und Kartoffeln abgelöst, weil diese ertragreicher waren.

Hirse – ein sehr altes Spelzgetreide

Hirse ist ein kleines, rundes Korn und gehört zum Spelzgetreide. Beim Entspelzen der Hirse kann es passieren, dass das Korn etwas geschädigt wird. Hierbei können Öle austreten, die dann zu oxidieren beginnen. Aus diesem Grund sollte die Hirse, bevor sie für’s Kochen verwendet wird, gründlich abgewaschen werden. Auch wenn die Spelze entfernt ist, zählt Hirse dennoch zum Vollkorn.

Was die Inhaltsstoffe von Hirse angeht, so variieren diese und sind je nach Sorte unterschiedlich hoch. So auch der Proteingehalt. Die Proteine in der Hirse sind nicht vollwertig, was bedeutet, dass weitere Aminosäuren durch die Nahrung aufgenommen werden müssen. Hirse hat einen hohen Fettgehalt, vor allem im Keim. Auch im Vergleich zu anderen Getreidesorten ist in der Hirse viel Fett zu finden.

Der Vitamingehalt in der Hirse ist nicht sehr besonders, dafür findet man wichtige Mineral- und Spurenelemente. In Hirse ist beispielsweise dreimal so viel Eisen enthalten, wie im Weizen.

Hirse beinhaltet außerdem Kieselsäure. Kieselsäure entsteht aus der Verbindung von Silizium mit Sauerstoff. Silizium ist essentiell und muss ebenfalls über die Nahrung hinzugefügt werden. Kieselsäure soll gut für Knochen, Haut und Haar sein. Hierbei muss aber gesagt sein, dass die Richtigkeit der Aussagen über die Wirkung der Kieselsäure wissenschaftlich in Frage gestellt bleibt.

Wenn ihr jetzt noch wissen wollt, wie ihr Hirse mahlen oder zubereiten könnt, dann schaut doch bei unserem letzten Beitrag vorbei: https://www.getreidemuehle.com/de/hirse-mahlen/

 

 

 

Quellen:

Münzing-Ruef, I. (1999): Kursbuch gesunde Ernährung. Die Küche als Apotheke der Natur. München: Zabert Sandmann GmbH, S. 236f

https://de.wikipedia.org/wiki/Hirse

https://www.wissen.de/wortherkunft/hirse