Mahlen - Schroten - Flocken
Immer wieder werden wir gefagt ob man mit einer Mühle auch Müsli herstellen kann und ob man mit einer Flockenquetsche auch Mehl mahlen kann?
Hier die Antworten:
Eine Getreidemühle mahlt mit 2 Mahlsteinen und kann keine Flocken quetschen.
Zwischen den Mahlsteinen wird je nach Feinheitseinstellung Mehl in den verschiedensten Feinheitsgraden gemahlen
Als Schrot (für Müsli anstelle von Flocken) wird herkömmlich das auf grober Stufe gemahlene Mehl bezeichnet = also angebrochenes Korn mit mehr oder weniger groben Mehl, das natürlich ausgesiebt werden kann.
Ölhaltige Saaten (z.B. Leinsamen) können nur in geringen Mengen mit dem Korn mitgemahlen werden.
Das alleinige Vermahlen von ölhaltigem Mahlgut verschmiert die Mahlsteine und das Mahlwerk blockiert. Da Öle in den Stein eindringen und oxydieren geben wir zum Pressen von ölhaltigen Zutaten - aus technischen und hygienischen Gründen - Walzen aus nickelfreiem Edelstahl eindeutig den Vorzug.
Ein Flocker mit Edelstahlwalzen kann Getreide und auch ölhaltige Saaten quetschen (pressen, flocken) - aber nicht mahlen.
Aus oben angeführten Gründen wird allgemein eine Quetsche zum Pressen von ölhaltigen Zutaten empfohlen. Ob Leinsamen, Nüsse, Mohn etc. aber auch alle Getreidearten, werden im handumdrehen frisch geflockt. Am beliebtesten ist für die Herstellung von Müsli HAFER, aber auch Roggen, Weizen, Dinkel können zu wohlschmeckenden Flocken verarbeitet werden.
Mit unserem Salzburger Flocker ist das Verarbeiten von Roggen, Weizen, Dinkel etc. sogar ohne vorheriges Einweichen möglich!
Eingeweicht wird erst wenn das Korn geöffnet - also geflockt ist!
Der Salzburger Flocker überzeugt durch eine automatische Grob-Fein-Regelung: eine spezielle Federung stellt für jede Kornart automatisch den optimalen Abstand der Walzen ein.
Ein weiterer Vorteil: Sie flocken direkt in den Auffangbehälter.
Flocken geben die Energie langsamer ab, da die energiespendende Stärke für die Verdauungssäfte weniger direkt zugänglich ist.
Frisch geflocktes Getreide muß eingeweicht werden (Milch, Yoghurt etc.) um optimal verdaulich zu sein. Die Flocken quellen auf und werden zu einem Brei.
Die Einweichzeit ist je nach Getreideart verschieden. Hafer sollte z.B. mind. 10 Minuten eingeweicht werden.
Schrot (Stärkeanteil hat eine größere Oberfläche) kann in kürzerer Zeit verdaut und in Energie umgesetzt werden.
Der Schrot wird über Nacht eingeweicht wodurch sich Enzyme und Vitalstoffe sehr gut entfalten. Daneben hat Schrotmüsli einen guten Biss.
Ansonsten ist der Unterschied zwischen einem guten Schrot-Müsli oder einem Flocken-Müsli reine Geschmackssache.



